Alltags:Leben Glaubens:Leben

    MEISTER:WERK

    „Unser großes und herrliches Meisterwerk ist: richtig leben.“
    Michel Eyquem de Montaigne (1533 bis 1592)

    Wir alle sind „Meister des Fachs“ … besser gesagt, unterschiedlicher „Fächer“:
    Meister im Singen, Meister im Reden, Meister im Genießen, Meister im Kochen, Meister im Handwerk, Meister im Autofahren, Meister im Sorgen-Machen, Meister im Dinge verlieren, …

    In manchen Dingen jedoch sind wir weit von einer „Meisterschaft“ entfernt:
    Wir „meistern“ zwar unseren Alltag, aber nicht die Störungen darin.
    Wir schaffen zwar unser Pensum, aber nicht unsere Ziele.
    Wir beherrschen zwar unser Fachgebiet, aber nicht unsere Leidenschaften.
    Immer sind wir nur in Teilbereichen unseres Lebens meisterlich unterwegs.
    Wir produzieren nur ab und zu Meister-Leistungen.

    Das merken wir im Alltag.
    So sehr wir uns bemühen – es werden Fehler gemacht, Wichtiges vergessen, Menschen übersehen.
    So meisterhaft wir gerne wären – wir sind es wahrhaftig nicht immer.

    Was bin ich froh, dass wir nicht nur unsere Bemühungen haben.
    Was bin ich froh, dass wir nicht nur durch unseren eigenen Leistungen leben.

    Paulus formulierte dazu folgende Sätze:
    „Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.“
    Epheser 2,10 (Neue Genfer Übersetzung)


    Das heißt:
    Wir alle sind nicht nur „Meister unseres Fachs“, sondern immer auch „Meister-Werke Gottes“. Er hat uns sehr gut geschaffen … Paulus sagt, „geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist“.
    Das ist die richtige Richtung.
    Das ist es, was auch der katholische Philosoph Michel Eyquem de Montaigne in seiner Aussage betont.
    Paulus setzt aber noch eins drauf, als er beschreibt, was Gottes Anteil daran ist:
    Weil er – meisterlich, wie er ist – alles vorbereitet hat, kommen wir immer in vorgefertigte Situationen.
    Wir müssen nicht mehr meistern, als das, was Gott uns zum Tun vor die Füße legt.
    ER der Meister – wir sein Meister-Werk. Und von Meisterhand nimmt er irgendwie Einfluss unser Leben.
    Keine Ahnung, wie er das macht … aber die Auswirkungen genieße ich Tag für Tag.

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