Alltags:Leben Zusammen:Leben

    GEGEN:SPIELER

    Der Innere Gegenspieler drängt sich von selbst auf,
    den Inneren Verbündeten muss man suchen.
    Der Gegenspieler kann faszinierend wirken,
    der Verbündete dagegen täuscht nie.
    Der Gegenspieler führt in die Dunkelheit,
    der Verbündete ins Licht.
    Nicht die Aggression, sondern das Wohlwollen kann Feindschaft überwinden. […]
    Nicht die Dunkelheit, sondern das Licht,
    nicht das Problematische, sondern die Werte
    sind die Kraftquelle des Lebens.
    Uwe Böschemeyer, Und wenn Gott wäre, Tyrolia-Verlag Innsbruck/Wien, 2026, S. 87

    Ein Wettstreit um Einfluss tobt in unserem Innersten – meist unbemerkt.
    Mal gewinnt das Gute, mal das Böse, mal das Licht, mal die Dunkelheit.
    Wir spüren den Kampf nicht immer – meist erst, wenn wir kurz innehalten und Abstand nehmen.
    Der Theologe und Psychologe Uwe Böschemeyer erklärt den Kampf mit den zwei Kontrahenten „Gegenspieler und Verbündeter“. Wir schauen uns das etwas näher an …

    Die große Gefahr, sagt Böschemeyer, ist die Mühelosigkeit und Faszination des „Gegenspielers“. Er ist oft naheliegend und bezaubernd. Und so geht unser Innerstes leider viel zu oft auf den Gegenspieler ein. Am Anfang erscheint alles leichter … doch im Lauf der Zeit kostet er uns zu viel Kraft. Wir streiten, indem wir ihm Raum geben, gegen uns selbst und gegen unsere Werte. Und wir gleiten anfangs unerkannt in Feindschaft und Dunkelheit.
    Sehr bedrohlich!

    Der „Verbündete“ dagegen, ist nicht so leicht zu finden. Er will gesucht werden. Er bleibt oft unbemerkt,
    weil er nicht die Probleme in den Vordergrund stellt, sondern die Werte und Lösungen
    weil er nicht die Aggression fördert, sondern das Wohlwollen sieht und obenanstellt.
    Dadurch verliert die Dunkelheit und das Licht gewinnt.
    Sehr erstrebenswert!

    Ich weiß genau, wer in meinem Inneren den Wettstreit gewinnen soll.
    Doch leider gehe ich ab und an dem „Inneren Gegenspieler“ auf dem Leim.
    Ich will das nicht –
    und deshalb entscheide ich mich Tag für Tag neu, dem „Inneren Verbündeten“ mehr Raum in mir zu geben.

    Und noch etwas:
    Böschemeyer sagt: „Nicht die Aggression, sondern das Wohlwollen kann Feindschaft überwinden …“
    Das gilt nicht nur für den inneren Menschen, sondern auch für alle unsere äußeren Beziehungen.
    Aggression verschärft die Feindschaft – Wohlwollen überwindet sie.
    Es wäre so schön, wenn das möglichst viele Menschen entdecken könnten und sichtbar machen würden.

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    Der ehemalige britische Oberrabbiner Jonathan Sacks beschreibt in dem o.g. Buch die Rolle der Schweigens und des Hörens im Leben gläubiger Menschen. Das Weiterdenken seiner Ausführungen führte mich zu folgenden Überlegungen: Stimme…

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