Glaubens:Leben

    DREIER:REGEL

    Do no harm (richte keinen Schaden an),
    do good (tue Gutes),
    stay in Love with God (bleibe in der Liebe zu Gott).
    John Wesley (1703 bis 1791)

    John Wesley, einer der Gründer der Methodistischen Kirche, hat mit diesen drei Aussagen beschrieben, wie ein „gottgefälliges Leben“ aussieht.
    Im Methodismus werden diese Regeln „Die Allgemeinen Regeln“ oder der „Wesleyanische Weg“ genannt.
    Viele Bücher wurden darüber geschrieben,
    viele Erklärungen dazu verfasst und
    viele Handlungsweisen damit verknüpft.
    Wir schauen uns das mal genauer an …

    Do no harm (richte keinen Schaden an)
    Die erste Regel beschreibt, was wir nicht tun sollen.
    Nicht verletzend sein, nicht vernachlässigend, nicht vernichtend.
    Wenn das immer so einfach wäre …. wissen wir doch nicht immer, wie unsere Taten wirken.
    Deshalb schließt diese Regel unausgesprochen ein gewisse Vorsicht mit ein.
    Es spielt sehr wohl eine Rolle, wie wir ins Handeln gehen.
    Sensibel – oder unachtsam.
    Behutsam – oder gewaltsam
    Respektvoll – oder aggressiv.
    Vorausdenkend – oder leichtsinnig.

    Do good (tue Gutes)
    Im Gegensatz zur ersten Regel beschreibt die zweite, was wir stattdessen tun sollen.
    Gemeint sind damit nicht nur die großen, sichtbaren Taten, sondern meist auch die kleinen, unbemerkten Gesten.
    Gutes muss nicht immer sichtbar werden, nicht zwingend wahrnehmbar, nicht unbedingt auffallend.
    Jesus warnt sogar davor, gute Taten nicht an die große Glocke zu hängen. Sein Tipp: „Wenn du den Armen etwas gibst,
    soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut“ (Matthäus 6, 3).
    Also: „Tue Gutes und schweige darüber“ – statt „Tue Gutes und rede darüber“.

    Stay in love with God (bleibe in der Liebe zu Gott)
    Die dritte Regel geht einen Schritt weiter, eine Ebene tiefer.
    Sie nimmt nicht unsere Mitmenschen, sondern unseren Gott in den Fokus: „In der Liebe zu Gott bleiben“.
    Und das heißt – meiner Deutung nach:
    Mehr Beziehung, weniger Status.
    Mehr Dienen, weniger Beanspruchen.
    Mehr Dankbarkeit, weniger Selbstverständlichkeit.
    Mehr Hören, weniger Lärm.
    Mehr Praxis, weniger Theorie.
    Mehr innen, weniger außen.
    Mehr Beispiel, weniger Worte.
    Mehr Barmherzigkeit, weniger Urteil.
    Mehr Einsatz, weniger Gleichgültigkeit.
    Mehr Sehnsucht, weniger Pflicht.
    Also:
    Mehr Liebe!

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