Alltags:Leben Glaubens:Leben

    WORT:SCHATZ

    Achtung vor dem Wort – ein Bewusstsein für das Wunder der Worte, für das Geheimnis der Worte – ist eine wesentliche Voraussetzung für das Beten. Durch das Wort Gottes wurde die Welt erschaffen.
    Ohne Empfinden für das Wort gibt es keine Beziehung zur Bibel und kein Gebet in der Tradition der Bibel. […]
    Läuterung der Sprache ist deshalb eine Hauptaufgabe der Theologie. Beginnend mit der Betonung einer starken Empfindsamkeit für das Wort, muss das Ziel die Heiligung der menschlichen Sprache sein.
    Abraham J. Heschel, Die ungesicherte Freiheit, Neukirchener Verlag, 1985, S. 207

    Worte haben Würde,
    geben Kraft,
    tragen Bedeutung,
    schaffen Vertrauen,
    vermitteln Hoffnung.
    wecken Zuversicht.
    Deshalb ist das wert:schätzende Verhältnis gegenüber Worten so entscheidend.

    Worte haben ein Vorbild – ein schöpferisches Vorbild.
    Worte haben einen Ursprung – einen göttlichen Ursprung.
    Worte haben eine Würde – eine heilige Würde.
    Das fordert Achtung vor dem Wort, Empfindsamkeit für das Wort – meint der jüdische Religionsphilosoph Abraham J. Heschel.
    Er nimmt diese Gedanken hinein in zwei wichtige Bereiche des christlichen Glaubens – die Beziehung zur Bibel und die Praxis des Gebets.

    Worte, die uns aus der Bibel entgegenkommen, fordern von uns „Empfinden“, meint Heschel.
    Denn es sind Worte, die Wahrheit enthalten, die Gott offenbaren. Worte die wirken möchten.
    Es ist so wichtig, mit welcher Haltung wir an diese wunder:vollen und geheimnis:vollen Worte herantreten.
    Idealerweise ehrfurchtsvoll, erwartungsvoll, empfindungsvoll.
    Vielleicht sogar mit sehnsuchtsvollem Schaudern und angeregter Andacht.
    Das wäre schön.

    Dann sind da noch die Worte, die wir im Gebet an Gott adressieren.
    Worte, die Respekt transportieren, die Achtung ausdrücken, die Ehrfurcht formulieren, die Würde würdigen.
    Das gehört sich so.

    Die Konsequenz daraus – so Heschel:
    Läuterung der Sprache, Empfindsamkeit der Worte und Heiligung der Sprache.
    Besser kann man es nicht sagen – nur anders.
    Und das macht der Friedensnobelpreisträger Dag Hammarskjöld mit der Beobachtung:
    Achtung vor dem Wort, seinem Gebrauch in strengster Sorgfalt und in unbestechlicher innerer Wahrheitsliebe, das ist auch die Bedingung des Wachstums für Gemeinschaft und Menschengeschlecht.“

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    ERKENNTNIS:VERMÖGEN

    Ich weiß, dass Berlin die Hauptstadt von Deutschland ist. Ich weiß, dass zweimal fünf zehn ergibt. Ich weiß, wie man Auto fährt. Ich weiß, welcher Schauspieler beim letzten James-Bond-Film die Hauptrolle…

  • Alltags:Leben

    MANTEL:TASCHEN

    Zwei Taschen, zwei Zustände, zwei Gegensätze ... zwei Wahrheiten. Staub und Gold, Vergänglichkeit und Würde. Endlichkeit und Ewigkeit.…

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    STAUB:BILD

    Die grundlegende Aussage der Bibel über die Bedeutung des Menschen steht – laut jüdischer Überlieferung – im fünften Kapitel des ersten Mosebuchs (ebenso auch im ersten Kapitel): "Als Gott den Menschen…

  • Alltags:Leben Zusammen:Leben

    BEWEG:GRUND

    Wir sind so schnell dabei, uns auf andere Menschen zu fixieren. Auf ihr Reden, auf ihr Tun, auf ihre Motive. Warum reden Menschen, was sie reden? Warum tun Menschen, was sie tun? Schnell…