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Lasst uns Gottes versammelte Großzügigkeiten werden.
Hanns Dieter Hüsch, Das Schwere leicht gesagt, Herder Verlag Freiburg 1994, S. 23
Was für eine nachdenkenswerte Aufforderung des Kabarettisten und Schriftstellers Hanns Dieter Hüsch!
Wenn Großzügigkeit unser ganzes Wesen durchdringt,
wenn wir geben leben,
wenn wir gönnen können –
dann werden andere Menschen beschenkt und wir selbst werden glücklicher.
Internationale Studien haben entdeckt, dass Geben Menschen, die unter Einsamkeit leiden, zufrieden macht.
Leute, die gerne und viel schenken, verbünden sich mit den Beschenkten.
Leute, die spenden, fühlen sich verbunden mit den Menschen ihres Spendenprojekts.
Dadurch verliert Einsamkeit an Kraft, gewinnt Verbundenheit an Wirkung.
Dabei geht es nicht um einzelne „große“ Taten … sondern um viele kleine.
Und es geht um das Einüben einer schenkenden Grundhaltung.
Das Gegenteil von Großzügigkeit ist Kleinlichkeit.
Wer kleinlich ist, verschließt sich und wird einsam.
Der Spielraum wird kleiner.
Der Freiraum wird enger.
Der Zeitraum wird kurzatmiger.
Der Lebensraum wird einsamer.
Großzügigkeit dagegen weitet das Denken und Fühlen.
Wer großzügig ist, öffnet sich und wird erreichbar.
Die Räume werden größer,
die Menschen kommen näher,
die Einsamkeit geht auf Abstand.
Irgendwo hab ich ein Zitat gelesen, das grob so lautet:
„Eine großzügige Seele ist nie einsam. Die Einsamkeit von Menschen kommt zum Teil aus dem allgemeinen Rückgang der Großzügigkeit.“
Das könnte stimmen …
Ein anderer, wichtiger Aspekt der Großzügigkeit ist das Schenken von Hilfe.
Hier sind wir an einem Punkt, der unsere gesamte Gesellschaft verändern könnte:
Die Ausübung eines Ehrenamts macht Menschen gesünder und weniger einsam.
Eine internationale Studie hat festgestellt, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren „im Mittel so gesund sind, wie jemand der volle fünf Jahre jünger ist und kein Ehrenamt ausführt.“
Interessant.
Ein Hoch auf die Großzügigkeit – eins der besten Mittel gegen Einsamkeit … und gegen Langeweile … und gegen schlechte Laune … und gegen Überdruss!
Deshalb der Aufruf von Hanns-Dieter Hüsch:
„Lasst uns Gottes versammelte Großzügigkeiten werden!“




