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RÄTSEL:RATEN

Ein Rätsel ist die Welt, ein Rätsel sind wir selbst,
ein Rätsel ist das Leben, ein Rätsel der Tod.
Helene von Druskowitz (1856 – 1918)

Kennt ihr das Lied von Hape Kerkeling, das er 1991 erstmals veröffentlichte?
Das ganze Leben ist ein Quiz
und wir sind nur die Kanditaten.
Das ganze Leben ist ein Quiz
ja, und wir raten, raten, raten.


Ein interessanter Gedanke:
Das Leben als Spiel … als Rate-Spiel mit Gewinnern und Verlierern.
Wer die Rätsel löst, gewinnt.
Wer keine Antworten hat, verliert.

Ja. Wir haben einige harte Nüsse zu knacken im Leben.
Viele Wegführungen bleibt im Dunkeln,
viele Schicksale sind unerklärbar,
viele Warum-Fragen sind nicht zu beantworten.
Da kannst du noch so viel raten … die Fragen bleiben einsam stehen.
Karl Gustav von Berneck (1803 – 1871) hat eine Vermutung geäußert, warum uns so viele Lebensfragen verborgen bleiben: „Wie vieles bleibt uns ein dunkles Rätsel im Leben, weil es seinen Ursprung nimmt in der unergründlichen Tiefe des Menschenherzens.“
Vor allem für Beziehungen gilt das:
Viele offenen Fragen in unseren Beziehungen sind unergründlich, weil unsere Mit-Menschen und wir selbst so wenig durchschaubar sind.
So viele Motive bleiben verborgen,
so viele Reaktionen unerklärbar,
so viele Worte unausgesprochen,
so viele Aussagen unerklärt,
so viele Gefühle unbeherrscht,
so viele Erklärungen bleiben wir schuldig.
Warum hast du das getan, warum unterlassen?
Warum hast du das gesagt, warum verschwiegen?
Warum bist du geblieben, warum geflüchtet?

Da hilft nicht „raten, raten, raten“.
Da hilft nur „lieben, lieben, lieben“.
Denn:
„Ein schweres Rätsel ist das Leben, allein die Liebe löst es auf.“
Rudolf von Gottschall (1823 – 1909)

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